Leichtathletik Region
Ostfriesland e.V.
Stabhochsprung auf Norderney
ls - Die Jubiläumsausgabe des Inselspringens auf Norderney am Montag lockt in diesem Jahr die gesamte deutsche Stabhochsprung-Elite an die Nordsee. Im Gegensatz zu den letzten Jahren, in denen die Stabakrobaten den Aufenthalt auf der Nordseeinsel gerne auch als Erholung zur harten Wettkampfsaison sahen, erhält die Veranstaltung in diesem Jahr für einige der
Athleten einen besonderen Charakter.
Tim Lobinger wird nach seiner Verletzungspause auf Norderney seinen ersten Härtetest absolvieren. Lobinger, der gemeinsam mit Richard Spiegelburg bereits für die Weltmeisterschaften in Paris nominiert ist, wird versuchen, an seine bereits hervorragenden Leistungen dieser Saison anzuknüpfen. Trotz seiner Verletzungspause rangiert der Kölner derzeit auf dem
vierten Platz der Weltbestenliste. Für Michael Stolle bedeuten die Sprünge auf dem Kurplatz sogar den Einstieg in die Wettkampfsaison 2003. Man darf gespannt sein, wie sich Stolle in die Phalanx der deutschen Springer einreiht. Er wird auf jeden
Fall versuchen seine, wenn auch vielleicht kleine, Chance auf das begehrte dritte Ticket für die Weltmeisterschaften zu nutzen.
Im Gegensatz zu Stolle springen auf Norderney mit Lars Börgeling und Björn Otto zwei Athleten, welche die Norm für Paris
bereits gesprungen sind. Aber auch bei diesen Beiden steht die Entscheidung, wer am Ende nach Frankreich fährt, noch lange
nicht fest. Vor diesem Hintergrund scheint sogar ein Stegspringen wie auf Norderney von besonderer Bedeutung zu sein.
Keiner der deutschen Athleten wird sich die Chance nehmen lassen, hier seine Qualitäten unter Beweis zu stellen. Mit Rens Blom aus den Niederlanden, Okkert Brits aus Südafrika und Denys Yurchenko aus der Ukraine ist es dem Veranstalter Rudolf König wieder einmal gelungen, starke internationale Springer nach Norderney zu lotsen. Rens Blom, der dritte
der Hallen-WM 2003, Okkert Brits, der amtierende afrikanische Rekordhalter und der 25-jährige Ukrainer werden ihre
internationale Klasse demonstrieren und versuchen, den deutschen Springern die vorderen Plätze streitig zu machen. Wie in den letzten Jahren setzt die Frisia-Reederei wieder eine Sonderfähre ein. Damit können alle interessierten Zuschauer
vom Festland nach dem Springen noch die Heimreise antreten. Um 20.45 Uhr wird die letzte Fähre die Nordseeinsel in
Richtung Festland verlassen. “Ich denke, dass auch in diesem Jahr die letzte Fähre, wie in der Vergangenheit, mit zahlreichen,
sehr zufriedenen und gut unterhaltenen Zuschauern unterwegs sein wird”, meint Rudolf König, der Veranstalter des Inselspringens.


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