Leichtathletik Region
Ostfriesland e.V.
Freude und Enttäuschung bei Ostfriesischen Werferinnen
Dirks mit Bestleistung auf dem Stockerl
Beyer - Halle. Bei den „36. Halleschen Werfertagen“ lagen Freude und Enttäuschung dicht beieinander. Während Nina Dirks und Mareike Nannen sich über neue Bestleistungen freuen konnten, gab es tiefe Enttäuschungen bei Andrea Bunjes und Sonka Kielmann. Nina Dirks vom SV Holtland konnte auf Grund der großen Teilnehmerfelder nur im Wettkampf der weiblichen B – Jugend starten. Hier traf sie auf die beten Hammerwerferinnen der Bundesrepublik ihrer Altersklasse. Der
  Wettkampf in Halle ist wahrscheinlich höher einzuschätzen als eine Deutsche Meisterschaft. Nach guten Würfen beim Einwerfen begann Dirks den Wettkampf mit einem ungültigen Versuch. Im 2. Durchgang erzielte sie 45,12 m und war damit für das Finale qualifiziert. Einem Wurf auf 45,54 m folgte erneut ein ungültiger Versuch. Danach steigerte sich Dirks sich über 46,87 m auf die neue persönliche Bestweite von 49,16 m. Diese Weite brachte der Ostfriesin Rang drei und damit einen Platz auf dem Stockerl ein. An der Spitze gab es einen tollen Zweikampf zwischen Julia Ferg von der TSG Mutterstadt und Lisa Katzer aus Erfurt die am Schluss nur 4 Zentimeter trennten. Beide warfen mit 52,18 m bzw 52,14 m neue persönliche Bestweiten.
Mareike Nannen – jetzt LG Eintracht Frankfurt begann ihren Wettkampf sehr nervös und mit einem ungültigen Wurf. Aber schon im zweiten Versuch landete der Hammer hinter der begehrten 60 m Linie; 60,02 m wurden ins Wettkampfprotokoll geschrieben. Im vierten Versuch gab es noch eine geringfügige Steigerung auf 60,06 m. Nannen ist damit die 23. Deutsche Werferin, die weiter als 60 m geworfen hat. Nach dem fast vierwöchigen Trainingslager in Kalifornien und der späten Rückkehr, wirkte sich die Zeitumstellung noch negativ aus. Bei den nächsten Wettkämpfen in den folgenden Wochen dürfte Nannen ihre Leistungen jenseits der 60 m weiter steigern und stabilisieren.
Unzufrieden war Andrea Bunjes mit ihrem Wettkampf in Halle. Unverständlich war die Tatsache, dass Bunjes in der A – Gruppe werfen sollte. Immerhin bestritt die Ostfriesin, die wie Nannen für die LG Eintracht Frankfurt startet, ihren ersten Wettkampf nach der Verletzung, die sie sich bei der WM in Berlin zugezogen hatte. Im Feld er elf 70 m Werferinnen hatte sie kaum eine Chance, sich für das Finale und damit weitere drei Versuche zu qualifizieren. Nach zwei ungültigen Würfen, der erste war zwar weit aber außerhalb des Sektors, folgten im dritten und letzten Versuch 64,83 m und damit das vorzeitige Aus. Bei Wettkämpfen in dieser Woche in Südkorea und am Pfingstsonntag in Fränkisch-Crumbach hat Bunjes die Möglichkeit, ihr wahres Leistungsvermögen abzurufen.
Enttäuschung auch bei der Emderin Sonka Kielmann, die beim Diskuswerfen der weiblichen A – Jugend lediglich Rang neun belegen konnte. Ein total verunglückter Wurf ließ den Diskus bei 41,31 m abstürzen da der Wurf viel zu hoch angesetzt war. Es folgten zwei ungültige Versuche, so dass sich Kielmann nicht für das Finale qualifizieren konnte. Das Positive ist, dass die Borssumerin nach drei ungültigen Würfen, einem Salto Nullo 2009, in diesem Jahr wenigstens in die Wertung kam. Nach dem tollen Saisonauftakt in Wiesbaden folgte in Halle ein kleiner Dämpfer, der Kielmann zu weiterem Trainingsfleiß motivieren sollte.

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