Leichtathletik Region
Ostfriesland e.V.
Der WM Fünfte Litvinov verfehlte seine Bestleistung nur knapp
Sergeij Litvinov war der herausragende Athlet in Holtland.
Beyer - Herausragendes Ergebnis beim „2.VR Werfertag“ des SV Holtland auf der Wurfanlage an der Norder Straße war die Weite des WM Fünften im Hammerwerfen, Sergeij Litvinov. Mit 77,36 m verfehlte er seine aus dem Vorjahr stammende Bestleistung von 77,98 m nur knapp. Seinen eigenen Meetingrekord aus dem Jahr 2008 von 75,35 m überbot er um zwei Meter.
Das Hammerwerfen stand einmal mehr im Mittelpunkt der Wurfveranstaltung des SV Holtland. Die Werferinnen und Werfer zeigten sich trotz leichtem Nieselregen von ihrer besten Seite und erzielten viele neue Bestleistungen. Sergeij Litvinov, dessen Vater 1988 Olympiasieger war und zwei Weltmeistertitel ( 1983 und 1987 ) gewann, kam im zweiten Wettkampf des Jahres bis auf wenige Zentimeter an seine persönliche Bestweite heran. Bei zwei ungültigen Versuchen landete der 7,256 kg schwere Männerhammer einmal hinter der 77 m Marke und zweimal jenseits der 76 m Linie. Alle vier Würfe lagen über dem alten Meetingrekord, den Litvinov 2008 in Holtland aufgestellt hatte. Der WM Fünfte und Deutsche Meister des letzten Jahres kam aus einem Trainingslager in Warendorf und suchte in Holtland eine Standortbestimmung seiner Leistungsfähigkeit. Er nutzte die Hammerwurfveranstaltung in Ostfriesland als Aufbauwettkampf für die bevorstehenden Norm- und Qualifikationswettkämpfe in Halle und Fränkisch- Crumbach. Litvinov zeigte sich zufrieden mit seinem Ergebnis, wennschon er gern über 78 m geworfen hätte. Vielleicht gelingt ihm dies schon am nächsten Wochenende bei den Halleschen Werfertagen?
Einen neuen Rekord für die Niederlande gab es bei den Seniorinnen der Altersklasse W 45 durch Gony Mik aus Groningen. Mit 49,91 m verfehlte sie zwar die begehrte 50 m Marke nur um wenige Zentimeter wurde jedoch durch den neuen Rekord für die Niederlande entschädigt. Die zweite Werferin aus Groningen, Nicky van der Schilt, scheiterte an ihren Nerven, denn für sie stand viel auf dem Spiel. Nach zuletzt guten Trainingswürfen wollte sie in Holtland die Norm werfen, die der Niederländischen Leichtathletik Verband KNAU für die Junioren Weltmeisterschaften U 20 mit 57,00 m festgesetzt hat. Mit erzielten 51,84 m blieb sie klar unter ihren Möglichkeiten und verfehlte die Normweite deutlich.   
Bei der Holtlanderin, Nina Dirks lief nicht alles rund. Einem guten Wurf beim Einwerfen folgten zwei ungültige Versuche. Dadurch verunsichert, gelang ihr erst im letzten Durchgang eine annehmbare Weite. Mit 47,49 m erzielte sie ihr zweitbestes Wettkampfergebnis mit dem 4 kg Hammer. Dennoch darf sie mit dem Test vor den bedeutenden Wettkämpfen der nächsten Wochen zufrieden sein. Für Furore sorgte der 14 Jährige Nico Schweer vom SV Holtland, der erst seinen zweiten Wettkampf bestritt. Er verbesserte sich gegenüber den Bezirksmeisterschaften vor drei Wochen um 11 Meter und erreichte 43,56 m. Dabei trat er beim 1. Versuch, der sehr weit war, über und machte ihn ungültig. Gespannt darf man auf seine weitere Entwicklung sein.
Beim Diskuswerfen gab es einige erwähnenswerte Leistungen. Windstille und die Nässe machten den Diskuswerfern einen Strich durch die Rechnung, in Holtland gute Leistungen zu erzielen. Melanie Schütte vom SV Georgsheil wollte die Normweite von 49,00 m für die Deutschen Leichtathletik Meisterschaften, die Mitte Juli in Braunschweig ausgetragen werden, überbieten. Mit 48,19 m verfehlte sie ihr Ziel nur knapp, sie mussnun versuchen, die 49 m bei einem der nächsten Wettkämpfe zuwerfen. Jannicke Ijdens aus Groningen wurde Zweite mit 37,05 m – dies ist erwähnenswert, da Jannicke das Diskuswerfen nur als Ausgleich in den Sommermonaten betreibt. Jannicke ist nämlich Bobfahrerin und steuert einen Zweierbob. Noch fährt sie nicht im Weltcup Zirkus des Bobsports mit, strebt dies jedoch an. Übrigens überraschte Jannicke die Fachwelt der Kugelstoßer, als sie vor wenigen Jahren eine neue Technik des Kugelstoßens demonstrierte. Sie machte ein Rad und stieß dann die Kugel – diese Technik ist jedoch verboten worden.
Das Weitenduell im Diskuswerfen Vater gegen Sohn gewann der Vater. Wolfgang Voss hielt mit 39,63 m seinen Sohn Stefan, der 38,12 m erzielte, in Schach. Der Vater, der in der Altersklasse M 60 startet, wirft jedoch mit dem 1 kg Diskus, während Sohn Stefan mit dem 2 kg Gerät werfen muss.

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